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AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)

Ein AVV regelt die Datenverarbeitung durch externe Dienstleister — Pflicht bei Cloud- und IT-Dienstleistern.

Zuletzt aktualisiert: 2026-07-07Autor: Tim Friedrich DekkerMarkdown-Version

Ein AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) regelt, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet — Pflicht nach Art. 28 DSGVO für Cloud, IT-Betreuung, Lohnabrechnung und viele SaaS-Tools.

Was bedeutet ein AVV?

Inhalt: Gegenstand, Dauer, Art der Daten, Pflichten des Auftragsverarbeiters (Sicherheit, Subunternehmer, Löschung, Meldung bei Datenpanne), Kontrollrechte. Standard-AVV vieler Anbieter oft ausreichend — prüfen auf EU-Standort und Subprozessoren.

Ohne AVV ist Nutzung rechtlich heikel — Audits und Mandantenfragen blockieren Geschäft. MSP mit Admin-Zugriff auf Mandantendaten braucht AVV ebenso wie Microsoft 365.

Subunternehmer-Klausel: darf der Anbieter Sub-Prozessoren in Drittländern nutzen? Standardvertragsklauseln, TIA dokumentieren. Register aller AVV mit Verantwortlichem und Review-Datum pflegen.

Bei Beschaffung neuer Software: AVV-Check vor erstem Login mit echten Daten. Register in SharePoint mit Verantwortlichem und Review-Datum. Fehlende AVV nachfordern oder Tool ersetzen — keine Ausnahme „weil klein“.

Der AVV regelt Zweck, Dauer, Art der Verarbeitung, Unterauftragsverarbeiter, technische Schutzmaßnahmen und Löschung nach Vertragsende. Bei US-Anbietern prüfen Sie Drittlandtransfer — Standardvertragsklauseln oder gleichwertige Garantien müssen dokumentiert sein.

Warum ist ein AVV relevant für KMU?

KMU nutzen Dutzende Cloud-Dienste — AVV-Register fehlt oft bei jedem dritten Tool.

Mallorca: spanische und deutsche Anbieter — AVV in beiden Sprachen verständlich halten.

Neues SaaS-Tool ohne AVV-Check — Stoppschild im Beschaffungsprozess. Assistenz darf kein Tool „mal testen“ mit echten Mandantendaten ohne Prüfung.

Kettenhaftung bei Subunternehmern — ohne AVV haften Sie für fremde Fehler mit. Sauberes AVV-Register ist Due-Diligence bei jedem Cloud-Tool.

Standardvertragsklauseln und Drittlandtransfer prüfen bei US-Tools. AVV-Register bei Beschaffung Pflichtfeld. Jährliches Review — Anbieter ändern Bedingungen.

Jede Cloud-Software mit personenbezogenen Daten braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag — ohne AVV ist der Einsatz rechtlich angreifbar. Ein Register mit Review-Datum verhindert, dass neue Tools unter Druck ohne Prüfung live gehen.

Beschaffung sollte AVV-Check als Pflichtfeld haben — kein Login mit echten Mandantendaten vor unterschriebenem Vertrag. Jährliches Review der Register-Einträge verhindert veraltete Verträge.

Typische Fehler

  • SaaS ohne AVV „weil klein“
  • AVV unterschrieben, aber Subprozessoren in USA ungeprüft
  • Kein Register welche AVV zu welchem Tool gehört
  • IT-Vertrag ohne AVV-Anlage

Praxisbeispiel

Kanzlei erstellt AVV-Register: M365, Backup, MSP, Buchhaltung, Bewerber-Tool. Fehlende AVV bei altem Newsletter-Tool — Anbieter liefert nach, sonst Kündigung. DSGVO-Audit bestanden.

Neue HR-Software soll starten — Beschaffung stoppt, bis AVV vorliegt. Subunternehmer in den USA: Standardvertragsklauseln geprüft. Register listet 14 Auftragsverarbeiter mit Review-Datum; fehlende Verträge werden nachgefordert oder Tool abgelehnt.

Verwandte Begriffe

Persönliche IT-Betreuung

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Häufige Fragen

Brauche ich AVV mit Microsoft?

Microsoft bietet DPA online — aktivieren und dokumentieren; gleiches gilt für Backup-, MSP- und Buchhaltungs-Tools.